Griet Hellinckx

Collective Presencing– durch gemeinsames Spüren zu innerem Wissen

 

Was ist "Collective Presencing"?

 

Diese Arbeit wurzelt in der Stille. Ähnlich wie in vielen Meditationsformen spielen zwei scheinbar paradoxe Elemente eine Rolle: es geht ums Loslassen, sich Öffnen und Weiten und es wird der Fokus auf etwas gerichtet.

Presencing ist eine Fähigkeit, die geschult werden kann. Es braucht eine verfeinerte, vertiefte und erweiterte Wahrnehmungsfähigkeit.

 

Im Miteinander vertieft sich idealerweise bei jedem einzelnen die Beobachtung dessen was IST. Dies führt zu einer größeren Offenheit im Bereich des Denkens, Fühlens und Wollens. Die Wahrnehmung weitet sich. Aus der Haltung des tiefen Zuhörens und Spürens richtet die innere Aufmerksamkeit sich in einer lebendigen, dynamischen Bewegung auf Aspekte der eigenen Einzigartigkeit, auf die Anderen, das Geschehen in der Gruppe und den Möglichkeitsraum dahinter. Aus der individuellen Anbindung an das eigene zukünftige Selbst oder höhere Selbst entsteht eine neue Perspektive und klarere Ausrichtung.

Im Zusammenschluss mit anderen kann sich dies intensivieren und klären. Es kann eine A
rt Gefäß entstehen, in dem sich immer deutlicher und leichter etwas, das wie aus einem übergeordneten Raum kommt, ausdrucken kann. Das Gespürte will sich vielleicht in Form und Farbe zeigen oder wie im Traum tauchen Archetypen auf. Es kann sein, dass die umgebende Natur sich am Gespräch beteiligt. Verbundenheit mit Allem, was ist, kann erlebbar werden.


Es braucht feines Unterscheidungsvermögen, Vertrauen und Mut um zu beurteilen was von alldem zu der gemeinsamen Frage beiträgt und somit ausgesprochen sein will. Deswegen ist mir wichtig, das Bewusstsein für die inneren Stimmen und die Wahrnehmung der eigenen Schattenanteile zu stärken, sowie Wege aufzuzeigen wie man so  damit arbeiten kann, dass aus "Feinden" "Helfer" werden.

Bei jedem Seminar steht eine Frage, die für die Gruppe oder den Ort relevant ist, im Fokus. Anhand dessen wird das 'collective presencing' erübt und erfahren.


Der Kreis ist ein Urbild für das Soziale. Etwas im Menschen weiß wie es sich anfühlt wenn Menschen so zusammenkommen, dass aus dem Herzen gesprochen und zugehört werden kann. Collective Presencing basiert auf der Kreisarbeit, wie sie u.a. von Christina Baldwin und Ann Linnea beschrieben wurde, geht aber darüber hinaus. Das Wort Presencing setzt sich zusammen aus den englischen Worten presence - Präsenz - und sensing - Spüren. Es handelt sich um eine Wortschöpfung von Otto Scharmer. Ein kleine internationale Gruppe, der ich angehöre, hat im Laufe der vergangenen sieben Jahre den Prozess des collective presencing im Miteinander erprobt, erforscht und weiterentwickelt.
Weitere Hintergrundinformationen gibt es auf der Website: collectivepresencing.org


Neue Termine werden auf dieser Website bekannt gegeben.
Wenn Sie Interesse an einer maßgeschneiderten, In-House-Veranstaltung haben, nehmen Sie bitte Kontakt auf: griet.hellinckx at gmx.de

 

 

Die Alchemie des Dialogs

Thomas Steininger und Griet Hellinckx im Gespräch (Radio Evolve)

In einem gelungenen Dialog geschieht etwas ganz Wunderbares – zwei oder mehr scheinbar getrennte Welten fangen an, miteinander und mit der Welt zu schwingen. Sie formen einen gemeinsamen Fluss, ein pulsierendes Ganzes. Es gibt in einem gelungenen Dialog diesen alchemistischen Augenblick der Einheit. Wenn er gelingt, dann zerstört er nicht die individuellen Welten, aus denen er sich zusammenfügt. Im Gegenteil, diese individuellen Welten tragen die Einheit des Gesprächs. Sie geben ihm seine kreative Spannung. Aber der Dialog transformiert sie. Die individuellen Welten werden aus ihrer Trennung herausgehoben und finden einen gemeinsamen Atem, einen gemeinsamen Ausdruck, eine gemeinsame Form. Thomas Steininger spricht mit Griet Hellinckx von der Forschungsgruppe „Collective Presencing“ über den Dialog.

http://www.evolve-magazin.de/radio/die-alchemie-des-dialogs/

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